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Didaktisches Konzept

1.     So lernen und arbeiten wir

3.1   Lehrerteams

Gemäß unseres Leitgedankens "Gemeinsam sind wir stark" arbeiten unsere Lehrer eng zusammen. In wöchentlich abwechselnden Jahrgangsstufen- und Dienstbesprechungen werden unterrichtsrelevante Dinge wie z.B. Unterrichtsthemen, Art und Umfang der Klassenarbeiten, Leistungsbewertung, aber auch Klassenfahrten, Unterrichtsgänge, etc. abgesprochen sowie Probleme artikuliert, diskutiert und Lösungswege gemeinsam erarbeitet. So ist jeder Lehrer der Jahrgangsstufe über die Arbeit in den Parallelklassen informiert und kann im Bedarfsfall, z. B. bei Krankheit, einspringen.

Den überwiegenden Anteil der Unterrichtsstunden erteilt an unserer Schule der/die Klassenlehrer/in. Er/sie ist Ansprechpartner/in und feste Bezugsperson der Kinder und Eltern. Fachlehrer/innen unterstützen ihn/sie bei der Arbeit.

3.2   Förderkonzept Gemeinsamer Unterricht

Der Gemeinsame Unterricht an der KGS Merzenich existiert seit 1995. Ausgehend von der Integration einzelne Schüler entwickelte sich der Gemeinsame Unterricht zu einem integralen Bestandteil der Lernkultur. Inzwischen werden jährlich etwa 14 bis 16 Schülerinnen und Schüler mit unterschiedlichen sonderpädagogischen Förderschwerpunkten und Förderbedarfen gefördert.

Personell wurde der GU von einer Sonderpädagogin mit Vollzeitstelle verantwortet, phasenweise und wieder seit dem laufenden Schuljahr standen eine ganze sowie eine Teilzeitstelle zur Verfügung.

3.2.1 Prinzipien

Der Gemeinsame Unterricht wurde von Anfang an getragen von der Zusammenarbeit aller Beteiligten. Die Förderung orientiert sich an den individuellen Bedürfnissen und Möglichkeiten des einzelnen Schülers und bezieht sich nicht nur auf Schüler mit sonderpädagogischen Förderbedarf.

Der Grundgedanke des Gemeinsamen Unterrichts ist das dialogische Zusammenwirken aller am Erziehungs- und Lernprozess Beteiligten.

3.2.2 Schwerpunkte:

sonderpädagogische Förderung

Die Grundlage der sonderpädagogischen Förderung in der Schule ist die Zusammenarbeit aller Beteiligten:

- Klassenlehrer/innen

- Fachlehrer/innen

- Sonderpädagoge

- Mitarbeiter/innen der Offenen Ganztagsschule

- Eltern

- mit anderen Regel- und Förderschulen

Das dialogische Prinzip beinhaltet den Austausch in Form von Teambesprechungen sowie den durchgehenden Informationsfluss bezogen auf den einzelnen Schüler und seine individuellen Förderschwerpunkte und aktuellen Interventionsnotwendigkeiten. In diesem Zusammenhang ist die Einbeziehung der Eltern in den schulischen Erziehungsprozess von zentraler Bedeutung.

Die Förderung ist an dem einzelnen Schüler und seinen Möglichkeiten und Lernbedürfnissen orientiert. Sie findet entsprechend primär in Form innerer Differenzierung innerhalb des Klassenverbandes statt.

Zusätzlich werden Schüler/innen mit sonderpädagogischem Förderbedarf in äußerer Differenzierung gefördert. Dazu werden themenzentrierte Fördergruppen gemeinsam mit Schülern ohne sonderpädagogischem Förderbedarf innerhalb der Klasse bzw. klassenübergreifend gebildet. In einzelnen Fällen findet die Förderung auch als Einzelförderung statt.

Die Schüler/innen werden entsprechend ihres Förderschwerpunkts zielgleich oder zieldifferent gefördert. Für den einzelnen Schüler werden Förderpläne mit individuellen Förderzielen und Maßnahmen erstellt, die regelmäßig evaluiert werden. Förderschwerpunkt und Förderbedarf werden so kontinuierlich überprüft, so dass gegebenen-falls der Förderschwerpunkt verändert oder der Förderbedarf ausgesetzt oder aufgehoben wird.

Einen zentralen Stellenwert hat die Förderung der sozialen Kompetenz. Sie bezieht sowohl die Schüler/innen mit dem entsprechenden Förderschwerpunkt als auch Schüler/innen ohne sonderpädagogischem Förderbedarf mit ein. Die Förderung findet als Kleingruppen- und als Einzelförderung und integriert in den regulären Klassenunterricht mit Teamteaching statt.

Über die sonderpädagogische Förderung  hinausgehend werden auch Elternangebote wie Vorlesegruppen, Pausenspiele und Lernpaten für einzelne Schüler und kleine Schülergruppen pädagogisch begleitet und angeleitet.

Die Tätigkeit der Sonderpädagogen bezieht alle schulischen wie außerschulischen Lernorte in die Förderung mit ein. So werden Klassen sowohl auf Tagesfahrten als auch bei Museumsbesuchen und Theateraufführungen begleitet. Je nach Klassenstruktur und individuellen Notwendigkeiten werden Schüler auf Klassenfahrten sonderpädagogisch begleitet, um allen die Teilnahme zu ermöglichen.

 3.2.3 Prävention:

Integraler Bestandteil des Gemeinsamen Unterrichts ist die Förderung von Schülern mit Teilleis-tungsstörungen bzw. Verhaltens- und oder Lernproblemen die in ihrem Umfang keinen sonderpädagogischen Förderbedarf begründen. Diese Schüler werden in die Förderung im Rahmen des GU zeitweise integriert und individuell gefördert. Ziel ist es, diesen Schülern eine Basis für erfolgreiches Lernen in ihrem Klassenverband zu schaffen.

 3.2.4 Diagnostik:

 Zur Feststellung der individuellen Lernvoraussetzungen werden unterschiedliche Methoden der Diagnostik angewandt:

-         Lern- und Verhaltensbeobachtung

-         informelle Überprüfungsverfahren

-         standardisierte Überprüfungsverfahren bei Bedarf

-         Elterngespräche / Austausch mit Kollegen

-         Einbeziehung der Ergebnisse diagnostischer Verfahren außerschulischer Institutionen

 3.2.5 Zusammenarbeit mit außerschulischen Institutionen:

Grundlegend ist die Zusammenarbeit der Schule mit den Institutionen der Früherziehung. Es finden zu diesem Zweck regelmäßige Treffen der Schuleingangsteams, Sonderpädagogen, Schulleitung und Kindergärten statt. Zusätzlich werden alle Schulneulinge vor der Einschulung im Kindergarten besucht. Der individuelle Entwicklungsstand findet Eingang in die Klassenbildung und dient zur Information der zukünftigen Klassenlehrer/innen hinsichtlich eventuell notwendiger präventiver Maßnahmen.

Auf den einzelnen Schüler bezogen findet eine intensive Zusammenarbeit mit Personen und Institutionen, die am Erziehungs- und Bildungsprozess beteiligt sind, statt. Im Focus stehen dabei sowohl Teilleistungsstörungen als auch umfängliche Beeinträchtigungen der kindlichen Entwicklung:

-         Ergotherapeuten

-         Sprachtherapeuten

-         Motopäden

-         Krankgymnasten

-         Ärzte /Kinder- und Jugend Psychotherapeuten

 Auch mit folgenden Institutionen wird fallweise zusammengearbeitet:

-         Sozialpädiatrisches Zentrum

-         schulpsychologischer Dienst

-         Jugendamt

-         audiologisches Zentrum

-         Zentrum für das autistische Kindergarten

 3.2.6 Beratung

Die Beratungstätigkeit gehört zu den zentralen Aufgaben der Sonderpädagogen. Teil dieser Beratungstätigkeit sind sowohl die Beratung von Kollegen im Rahmen der kollegialen Fallberatung, die Beratung in pädagogischen Fragen, die sich in der gemeinsamen  und allgemeinen  Unterrichts- und Erziehungsarbeit ergeben sowie die Beratung von Eltern. Diese bildet einen wichtigen Baustein der sonderpädagogischen Förderung und der präventiven Arbeit mit Kindern mit Teilleistungsstörungen und anderem speziellen Hilfebedarf. Einen weiteren Schwerpunkt bildet die Schullaufbahnberatung. Das Kollegium wird regelmäßig über neue Entwicklungen der Sonderpädagogik und des gemeinsamen Unterrichts informiert.

3.2.7 Außerschulische Aufgaben der Sonderpädagogen

Die Durchführung des AOSF (Feststellung des sonderpädagogischen Förderbedarfs) stellt  eine weitere Aufgabe der Sonderpädagogen dar. In diesem Zusammenhang erfolgt ebenfalls eine kontinuierliche Zusammenarbeit und ein umfassender Erfahrungsaustausch mit Förderschulen und weiterführenden Schulen. Das zentrale Ziel ist dabei der möglichst reibungslose Übergang in die Sekundarstufe.

 

 

 

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